+49 2306 996426

Venedig – Tipps für zwei Tage Dolce Vita

Venedig – Tipps für zwei Tage Dolce Vita

Venedig – Tipps für zwei Tage Dolce Vita

Venedig, eine der faszinierendsten Städte der Welt, ist für mich immer eine Reise wert. In meiner Liebeserklärung an diese außergewöhnliche Stadt werde ich keine kulturellen oder kunstgeschichtlichen Tipps geben. Denn Venedig ist für mich Dolce Vita in Reinkultur! An nahezu jeder Ecke dieser herrlichen Stadt findet man neue Fotomotive, und es gibt für mich nichts Schöneres, als mich in dieser Stadt einfach nur treiben zu lassen.

Fotomotiv

Hier meine Tipps für eine Reise nach Venedig:

Egal, ob man mit dem Flieger am Flughafen Marco Polo oder mit dem Auto anreist – es empfiehlt sich, unbedingt sofort für die gesamte Dauer des Aufenthalts ein Biglietto für den öffentlichen Nahverkehr zu kaufen. Die Preise dafür sind die höchsten in Italien, eine einfache Fahrt mit dem Vaporetto, dem Wasserbus, kostet immerhin € 7,00 Euro, ein Zweitagesticket € 30,00. Doch dieses Ticket vereinfacht den Aufenthalt ungemein, es verkürzt die Wege, denn es gibt nur wenige Brücken über den Canal Grande, und auf einer spontan eingeschobenen Fahrt schöpfen auch stressgeplagte Ehemänner zwischendurch wieder einmal Kraft. Eine tolle Reisezeit ist der Juni, es ist schon warm und Venedig ist nicht so überlaufen wie im August.

Cannaregio

Wohnen lässt es sich sehr gut im Sestiere Cannaregio. Dies ist das Viertel, das man von der Piazzale Roma mit dem Vaporetto, oder vom Bahnhof zu Fuß als erstes erreicht. Es ist ein sehr schönes Sestiere, mit der Haupteinkaufsstraße Strada Nuova, vielen netten Restaurants und angesagten Weinbars. Dieses Mal haben wir im Al Portico Guest House übernachtet, einem hübschen und sehr sauberen B&B mit großen Zimmern, einer kleinen Frühstücksterrasse auf dem Dach und einer zentralen Lage. Sehr empfehlen kann ich das Hotel Ca‘ D’Oro, ebenfalls in Cannaregio. Ein schönes Hotel direkt an einem kleinen Kanal und mit deutlich mehr Ambiente. Hier habe ich im vergangenen Jahr fünf erlebnisreiche Tage mit meiner Tochter Luisa verbracht, und uns hat sowohl das Hotel als auch die Freundlichkeit des Personals außergewöhnlich gut gefallen.

Ca d'Oro

Mein erster Anlaufpunkt in Venedig ist grundsätzlich das Bacaro Al Merca, eine kleine angesagte Weinbar in der Nähe des Rialtomarktes. Leckere Cicchetti, venezianische Appetithäppchen, Spritz und eine ausgezeichnete Weinauswahl findet man hier – sogar unseren Custoza der Cantina Gorgo!

Il Merca

Hier treffen sich Einheimische und Touristen gleichermaßen. Samstags findet direkt nebenan Sabato al Campo statt. Es gibt einen großen Teller frisch gegrillten Fisch mit weißer Polenta, dazu ein Ombra (Gläschen) Wein, alles sehr günstig für € 10,00. Lecker!

Sabato al Campo

Meine Schwäche für Märkte macht auch in Venedig nicht halt, und somit bietet sich auch gleich ein kleiner Rundgang über den Rialtomarkt an. Fisch und Gemüse in großer Auswahl in schönster Lage am Canal Grande, nicht außergewöhnlich, aber sehr nett, findet man hier.

Mercato Rialto

Über die Rialtobrücke gelangt man in das Markusviertel mit engen Gassen, vielen Geschäfte und noch mehr Touristen. Spätestens jetzt ist Treiben lassen angesagt und der eigenen Intuition, oder des Reiseführers „Venedig“ vom Michael Müller Verlag folgen. Neben vielen Boutiquen und Souvenirläden findet man hier auch ab und zu ein kleines kunsthandwerkliches Geschäft, das einen Besuch wert ist. Ein sehr schönes Fotomotiv findet man auf der Brücke Accademia, die die beiden Sestiere San Marco und Dorsuduro miteinander verbindet. Bleibt man in San Marco, sollte man auf alle Fälle einen kurzen Stopp auf dem Campo Santo Stefano einlegen. Mit einem leckeren Eis von der Gelateria Paolin direkt an der Ecke kann man auf einer Bank sitzend einen kleinen Einblick in das venezianische Leben erhaschen. Sehr gut gekleidete ältere Damen und Herren genießen hier die Sonnenstrahlen, Erinnerungen an Comissario Brunetti werden wach.

San Marco

Den schönen Gassen weiter folgend landet man unweigerlich auf dem Markusplatz, dem beliebten Treffpunkt der Touristen und der sündhaft teuren Caffes, wie das Caffè Florian. Der Besuch hier ist ein absolutes Pflichtprogramm, obwohl dieser Platz nicht zu meinen Lieblingsorten gehört. Ein wunderschönes Fotomotiv ist die Piazza San Marco mit dem Dogenpalast und dem Markusdom aber allemal.

San Giorgio Maggiore

Auf der anderen Seite des Canal Grande, direkt gegenüber vom Markusplatz, liegt auf einer kleinen Insel die schöne Kirche San Giorgo Maggiore. Zum Sonnenuntergang lassen sich vom Markusplatz aus herrliche Aufnahmen machen. Überhaupt sollte man San Giorgio Maggiore unbedingt einen Besuch abstatten. Vom Glockenturm der Kirche, der sich ganz einfach mit einem Fahrstuhl für 6 € zu erreichen ist, hat man einen unschlagbaren Blick auf Venedig. Entweder früh morgens oder zum Sonnenuntergang liegt einem Venedig hier im schönsten Licht zu Füßen!

Markusplatz

Wer genügend Zeit hat, sollte sich auch nicht Burano entgehen lassen,eine kleine Fischerinsel in der Lagune von Venedig. Zu erreichen ist sie von der Fondamenta Nuove mit dem Vaporetto. Sie ist durch ihre wunderschönen bunten Fischerhäuser bekannt.

Burano

Wichtig bei einem Venedigtrip ist, dass man sich zwischendurch immer wieder Zeit nimmt, um in einer der zahlreichen Bars einen Caffè zu trinken – und zwar im Stehen am Tresen, stilecht und günstiger als sitzend. Oder um in einem Bacaro, einer venezianischen Weinbar, ein paar Cicchetti mit einem Glas Prosecco oder Wein zu genießen. Unsere Neuentdeckung in diesem Sommer ist die Ostaria al Ponte in Canareggio, direkt an einer kleinen Brücke zum Campo Santi Giovanni e Paolo gelegen. Eine tolle Auswahl an Cichetti und Vorspeisentellern, sehr zu empfehlen ist der Meeresfrüchtesalat, und klasse Weine bei freundlichstem Service, hier muss man unbedingt hin. Wer an dieser Stelle gerne weitermachen möchte, findet sicherlich ein paar Tipps in meinem Beitrag „Weinbars in Venedig“ aus dem letzten Jahr.

Ostaria al Ponte

Essen gehen in Venedig ist ein Punkt, mit dem ich schon ein wenig Schwierigkeiten habe, denn richtig gut Essen zu gehen, ist mir bisher dort noch nicht gelungen. So wirklich begeistert war ich bisher noch von keiner Osteria oder Trattoria. Ich kann aber das „Paradiso Perduto“ an der Fondamenta della Misericordia in Cannareggio durchaus emfehlen, eine Mischung aus Bacaro und Trattoria. Hier sitzt man sehr schön draußen direkt an einem kleinen Kanal, an bestimmten Tagen gibt es dort auch Livemusik. Die Atmosphäre ist lebendig, das Personal hektisch, da meist alle Tische besetzt sind und schon die nächsten Gäste warten, die frischen Fischgerichte sind empfehlenswert, besonders die Bigoli alla scoliera (dicke Pasta mit Fisch). Von der Antipastiplatte für 2 Personen würde ich allerdings abraten, die hat uns mit Kartoffeln und Lachs in Mayonnaise nicht überzeugt, trotzdem werden wir bei unseren nächsten Aufenthalt in Venedig sicherlich wiederkommen.

Venedig, schon der Name allein löst bei mir Fernweh aus, ich könnte sofort wieder hinfahren. Wer einmal ein paar Tage in dieser faszinierenden Stadt war, wird mich sicherlich verstehen…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

No comments.

Schreibe einen Kommentar