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Venedig – persönliche erste Eindrücke

Venedig – persönliche erste Eindrücke

Venedig – persönliche erste Eindrücke

Venedig, als eine der schönsten Städte der Welt einmal für fünf Tage auf eigene Faust zu entdecken, ist sicherlich ein tolles Erlebnis, allerdings auch eine echte Herausforderung. Gut vorbereitet auf diesen Städtetrip und mit vielen tollen Tipps aus unserem lieben Freundeskreis im Gepäck starte ich also Mitte August gemeinsam mit meiner Tochter diese venezianische Entdeckungstour.

Venedig 2

Unser Hotel Ca‘ D’Oro liegt im Viertel Cannaregio und ist von der gleichnamigen Vaporetto-Haltestelle (Wasserbus) innerhalb von fünf Minuten gut zu erreichen. Das Ca‘ D’Oro ist ein hübsches, kleines Albergo mit sehr freundlichen Mitarbeitern und für einen Aufenthalt in Venedig absolut zu empfehlen. Wir erhalten bei unserer Ankunft zunächst ein sehr kleines Standardzimmer, das sich dann jedoch während unseres Einzugs als weniger geeignet erweist. Schließlich haben zwei Frauen grundsätzlich einen größeren Platzbedarf. Auf meine Nachfrage nach einem Zimmerwechsel bei der freundlichen Rezeptionistin erhalten wir am nächsten Tag anstandslos ein schöneres und größeres Zimmer. Das Frühstück ist für italienische Verhältnisse gut und das Preisniveau für die gute Lage absolut akzeptabel.

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Schnell wird uns klar, dass die Stadt hoffnungslos überfüllt ist. Touristen, Touristen und noch mal Touristen! Die meisten davon scheinen Tagestouristen zu sein, mit Rucksäcken bewaffnet, und in Gruppen auftretend. Bei unserem ersten Besuch in Venedig vor fünf Jahren und ebenfalls im August ist uns das nicht so aufgefallen. Seitdem scheint allerdings der Kreuzfahrttourismus stark zugenommen zu haben, und dieser tut Venedig überhaupt nicht gut. Der Hafen ist stadtnah, die Wege kurz und so werden täglich gegen 10:00 Uhr tausende Menschen aus dem Bauch der Schiffe entladen. An einem Tag im September 2013 wurde Venedig regelrecht überrollt von sage und schreibe 12(!) Kreuzfahrtschiffen. Viele Venezianer haben bereits die Flucht ergriffen und sind weggezogen aus ihrer Stadt.

olivino-neu„Wenn du Venedig entdecken willst, so verirre dich in den Gassen“, so oder ähnlich hatten wir es in einem Reiseführer gelesen. Und so lassen wir uns an unserem ersten Tag auch erst einmal ziellos durch diese wunderschöne Stadt treiben, passieren die überfüllte Rialtobrücke, den Dreh-und Angelpunkt Venedigs und verlieren uns mit einer richtig guten Pizza aus der Hand im Sestiere San Polo. Sestiere werden in Venedig die einzelnen Stadtviertel genannt, sechs Stück gibt es davon. Hier verirren wir uns dann auch ganz schnell in den kleinen engen Gassen und zwischen den malerischen Kanälen, und sind plötzlich ganz alleine. Tatsächlich gibt es immer wieder abseits der touristischen Hauptwege das Venedig der Venezianer. Um das zu finden, dafür sind wir schließlich hierhergekommen.

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Eine weitere Erfahrung gleich an unserem ersten Tag ist, dass wir doch auf Venedig liebende Freunde hätten hören sollen, die uns auch aus einem weiteren Grund davon abbringen wollten im August hierhin zu fahren. Nach dem 15. August (Mariä Himmelfahrt), in Italien Ferragosto genannt, schließen viele Restaurants und Weinbars in Venedig, um selbst Ferien zu machen. Und so stehen wir dann am Abend frustriert nicht nur vor einer verschlossenen Tür, denn fast sämtliche Tipps unserer Freunde und Empfehlungen aus unserem Reiseführer des Michael Müller Verlags haben geschlossen.

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Schließlich landen wir im Il Nono Risorto in Santa Croce, trinken Wein aus Wassergläsern zu einer ordentlichen Pizza, wundern uns ein wenig über das unaufmerksame Personal und freuen uns, in dieser ungewöhnlich schönen Stadt sein zu dürfen.

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Den Abend lassen wir dann bei einer nächtlichen Rundfahrt mit dem menschenleeren Vaporetto der Linie 1 bis zum Markusplatz hin und zurück ausklingen. Die stimmungsvoll beleuchteten Palazzi entlang des Canal Grande sind wunderschön anzusehen, und diese Art der Stadterkundung ist nicht nur ein Tipp für Romantiker…

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