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Darf ich vorstellen? Roberto und Roberta

Darf ich vorstellen? Roberto und Roberta

Darf ich vorstellen? Roberto und Roberta

Tradition und Moderne vom Gardasee

Auch die Namensgebung in Italien unterliegt einer gewissen Tradition, und so erkläre ich mir hier an dieser Stelle die Namensgleichheit von Vater und Tochter Bricolo der Cantina Gorgo vom Gardasee. Aber nicht nur diese Namensgleichheit verbindet Roberto und Roberta, sondern auch ihre gemeinsame Leidenschaft, authentische Weine zu erzeugen.

Wir haben Roberta letztes Jahr auf der größten internationalen Weinmesse ProWein in Düsseldorf kennengelernt. Wir, mein Mann Dietmar und ich, waren dort wieder einmal auf der Suche nach neuen interessanten Weinen und Winzern, und so war es auch nur natürlich, dass wir an ihrem Messe Stand stehenblieben – schließlich ist Roberta eine attraktive Erscheinung!

Aber nicht nur Roberta überzeugte uns mit ihrer sympathischen, frischen Art, auch ihre Weine taten das. Also verabredeten wir uns für eine kleine Stippvisite auf dem Weingut Cantina Gorgo in der Gemeinde Custoza am Gardasee im September vergangenen Jahres.

An einem sehr warmen Spätsommertag erreichten wir nach den in Italien üblichen Navigationsschwierigkeiten endlich das verlassen wirkende, aber überaus geschmackvolle Weingut. Dietmar war schon ein wenig gestresst von der Fahrerei, weil unser Vinomobil, mit dem wir wieder mal unterwegs waren, dieses Mal einen sehr großen Anhänger zog. Unklar war auch, ob es eine Wendemöglichkeit für unser Gespann auf dem Hof gab, und deswegen schickte er mich schon mal vor um die örtlichen Gegebenheiten zu klären. „Super“, dachte ich mir, als ich mich dem Eingang näherte und mir von der anderen Seite des Hofes ein gefährlich aussehender Rottweiler entgegenkam – das hatte er bestimmt geahnt!

Jetzt bloß keine Angst zeigen, war mein Gedanke, und todesmutig begab ich mich in das geöffnete Büro. Als ich dort niemanden antraf und auch von Dietmar, wahrscheinlich aus gutem Grund, keine Spur zu sehen war, war mir nun doch arg mulmig zumute. Ein kurzer Blick nach hinten – der Rottweiler stand im Türrahmen und versperrte mir den Fluchtweg. „Das fängt ja gut an“, dachte ich mir und startete mit einem lauten, aber brüchigem „Buongiorno“ die Flucht nach vorne. Wie aus dem Nichts erschien Gott sei Dank plötzlich Roberta mit einem Lächeln im Büro – Mamma mia – das war noch einmal gut gegangen!

Und ebenfalls aus dem Nichts und einen gewissen Sicherheitsabstand wahrend war auch Dietmar auf einmal wieder da. Doch: alle Vorsicht war ganz und gar unnötig. Der Rottweiler entpuppte sich als ein ganz und gar treuseliges und freundliches Wesen, er wollte noch nicht einmal spielen. Sein Interesse galt wohl eher unserer Rotweinsalami aus dem Piemont, die wir auf dem prall gefüllten Anhänger mitführten.

Nach der ausgiebigen Führung durch die moderne Kellerei, zeigte uns Roberta den für italienische Verhältnisse doch sehr außergewöhnlichen Degustationsraum. Kaffernbüffel und Elanantilopen blickten uns hier von den Wänden unvermittelt entgegen, ein Stück Afrika in Italien, und Trophäen von Roberto Bricolos anderer Leidenschaft, der Jagd in fernen Kontinenten!

Manchmal genügt eben nicht nur eine Leidenschaft…

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