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Rapalino – Weinentdeckung in Italien

Rapalino – Weinentdeckung in Italien

Rapalino – Weinentdeckung in Italien

Marco und Claudio heißen sie, die beiden Brüder aus Neviglie im Piemont, die mit der Unterstützung ihres Vaters Giorgio ihr Weingut Rapalino mit einem der schönsten Ausblicke in die Weinberge der Langhe betreiben. Aber nicht nur der herrliche Ausblick aus dem großen Fenster des Degustationsraumes ist mehr als beeindruckend, auch die Weine der Brüder Rapalino sind es – und davon gibt es einige!

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Eigentlich wollten wir nur auf einen kurzen Sprung auf dem Weg nach Alba hier vorbeischauen, den Tipp hatten wir von unserer Gastgeberin Susanne aus dem All‘ Ombra del Pero erhalten. Durch ihre Erzählungen waren wir neugierig geworden auf Marco Rapalino, weil dieser sein Handwerk zehn Jahre lang als Kellermeister bei einem der berühmtesten Barolo- und Barbaresco-Produzenten des Piemonts, bei Bruno Giacosa in Neive erlernt hat. Bruno Giacosa gilt als Traditionalist im Weinbau und seine Weine genießen weltweite Anerkennung. Wir waren gespannt.

Marco empfing uns gleich mit einem sympathischen Lächeln, und bei einer kurzen Vorstellung seiner Weine wurde uns gleich klar, dass es nicht bei unserem geplanten kurzen „Sprung“ bleiben würde. Wir hatten dann die Qual der Wahl, und die Entscheidung, welche Weine Marco uns an diesem Nachmittag vorstellen sollte, fiel uns ungemein schwer. Zunächst entschieden wir uns für einen Langhe D.O.C. Favorita 2014, einen frischen und fruchtigen Weißwein, der in anderen Regionen Italiens als Vermentino bekannt ist – sehr lecker!

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Weiter ging es mit einem herrlichen Pinot Noir 2009, bevor wir zu dem eigentlichen Star dieser kurzen Degustation gelangten. Es ist der „Vughima“, das bedeutet im piemontesischen Dialekt „wir sehen uns“, und zu dieser Überzeugung kamen wir dann auch schon sofort nach dem ersten Schluck. Der Wein wird aus der uralten piemontesischen Rebsorte Freisa gekeltert. Sie ist mit der Nebbiolo Traube verwandt und mit ihrer lebhaften Säure und den ausgeprägten Tanninen ergeben die Trauben sehr charaktervolle Rotweine – eben solche, wie den Vughima. Marco Rapalino baut ihn sehr aufwendig und ähnlich dem Barolo mehr als drei Jahre in verschiedenen Eichenfässern und anschließend auf der Flasche aus. Diesen Langhe Freisa Vughima 2006 zu probieren war für uns ein echtes Erlebnis und hat unsere Pläne, im Herbst auf unserer Einkaufstour ausschließlich die Toskana zu bereisen, umgehend verändert.

Vughima – Wir sehen uns- ist nun unser Vorhaben im Oktober, und wir sind überzeugt, hier ein neues vielversprechendes Weingut für uns gefunden zu haben. Was für ein großes Glück, dass wir in der Zwischenzeit ganz in Ruhe die übrigen Weine von Marco und Claudio zu Hause probieren dürfen – vom Dolcetto d’Alba über den Barbera bis hin zum Barbaresco – zwar ohne diesen Ausblick, aber voller Erinnerungen daran.

Vughima…

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