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Scilla – ein Geheimtipp an Italiens Stiefelspitze

Scilla – ein Geheimtipp an Italiens Stiefelspitze

Scilla – ein Geheimtipp an Italiens Stiefelspitze

Am südlichen Ende Kalabriens, aber Gott sei Dank noch nicht am Ende unseres diesjährigen Sommerurlaubs, verschlägt es uns nach Scilla. Eine kleine Stadt, die für den traditionellen Schwertfischfang und sein malerisches Fischerviertel Chianalea bekannt ist. Wir sind auf dem Weg nach Sizilien und haben bei unseren Tagesausflügen während früherer Reisen nach Süditalien immer mal davon geträumt, hier zu übernachten. Direkt an der Straße von Messina, am „Stretto“ und nur 25 km nördlich von Reggio di Calabria gelegen, passt Scilla dieses Mal hervorragend in unseren Reiseplan.

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Zunächst geht’s am Nachmittag erst einmal zum Shoppen nach Reggio und anschließend freuen wir uns auf ein Abendessen in einem der romantischen Fischrestaurants in Chianalea, deren Terrassen direkt am Fischerhafen liegen.

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Reggio di Calabria besitzt eine erstaunliche Auswahl an Edelboutiquen. Sie kann hier absolut mit norditalienischen Großstädten mithalten, und ist zudem mit ihrer mehr als einem Kilometer langen Flaniermeile „Lungomare“ durchaus sehr sehenswert. Bei der Ankunft in unserem Guest House Il Soffio di Eolo stellen wir sofort fest, dass wir bei unsere Reiseplanung einen großen Fehler begangen haben.

Warum haben wir hier bloß nur eine Nacht eingeplant? Warum bleiben wir an diesem fantastischen Ort nicht viel länger? Begrüßt werden wir von der herzlichen jungen Chefin Giusy. Ihre Mutter hat eigens für uns einen herrlichen Kuchen, eine Feigen-Crostata, gebacken. Das Zimmer in einem uralten und liebevoll restaurierten Fischerhaus hat eine Aussichtsterrasse ganz für uns alleine. Wir ändern sofort unseren Plan für den Abend, denn etwas Schöneres als ein Essen auf dieser Terrasse mit Ausblick auf den malerischen Fischerhafen, mit den vielen bunten Booten und dem blauen Meer, ist für uns jetzt unvorstellbar.

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Zunächst genießen wir den Sonnenuntergang auf der oberhalb von Scilla gelegenen Piazza San Rocco in der Bar L’Angolo Caffe bei einem Aperol Spritz mit Oliven, Nüssen und salzigen Kleinigkeiten, zu einem uns schon fast unangenehm günstigen Preis (alles zusammen 6,– € !). Wir werden dabei Augenzeugen von zahlreichen Fotoshootings und Filmaufnahmen, hier wird geheiratet, was das Zeug hält.

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Unsere kulinarischen Ansprüche für diesen Abend haben wir schlichtweg über Bord geworfen. Eine gute Pizza, die man fast überall in Süditalien bekommt und eine aus dem Cilento mitgebrachte Flasche Piedirosso D.O.C. von Vini Marino auf unserer eigenen Terrasse im Hafen von Scilla – wir können uns für diesen Abend nichts Besseres vorstellen. Wir sind uns sicher, dass uns bestimmt einige Gäste aus den umliegenden Restaurants darum beneiden.

Ganz früh werden wir am nächsten Morgen von einem traumhaften Sonnenaufgang geweckt, den wir leider nicht fotografisch festhalten, der uns aber immer in Erinnerung bleiben wird, und mit ein Grund ist, auch hierhin noch einmal zurück zu kommen. Dann aber nicht nur für einen Tag, aber unbedingt wieder ins Il Soffio di Eolo.

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