+49 2306 996426

Capri – ein Spaziergang über Italiens schönste Insel

Capri – ein Spaziergang über Italiens schönste Insel

Capri – ein Spaziergang über Italiens schönste Insel

Bereits zum vierten Mal verbringen wir einen Teil unseres Urlaubs an der Amalfiküste, in Positano. Noch nie waren wir allerdings auf Capri, der Insel der Schönen und Reichen. Abgeschreckt durch viele Erzählungen und Berichte, dass Capri absolut überlaufen, teuer, zwar sehr schön, aber dann doch nicht unbedingt lohnenswert ist, haben wir es einfach nie getan.

?

 

Doch dieses Mal hatte ich fest eingeplant, durch eine Stippvisite als Tagestourist, endlich einmal mitreden zu können. Mit an Bord auf der Fähre von Positano zum Hafen Marina Grande auf Capri ist, neben meinem Mann Dietmar, der Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag „Golf von Neapel“. Ohne einen Reiseführer dieses Verlags fahre ich grundsätzlich nicht in den Urlaub, und ihm haben wir dieses Mal tatsächlich einen unvergesslichen Tag auf Capri zu verdanken.

?????????????

 

Direkt nach der Ankunft in Marina Grande, dem Hafen an dem hier vormittags die Fähren im Minutentakt anlegen, nehmen wir die Funicolare, die Seilbahn, hinauf in den Ort Capri. Oben angekommen verweilen wir zunächst auf der säulengesäumten „Terrazza“, von der aus man wie durch ein Panoramafenster einen umwerfenden Ausblick auf das Meer und Marina Grande hat. Hier machen wir unsere obligatorischen Fotos, wie jeder Tagestourist der Insel – entsprechend groß ist der Andrang.

?????????????

Im Anschluss bummeln wir über die Piazzetta Umberto I, ein kleiner quadratischer Platz, der als einer der schönsten Plätze in Italien bekannt ist. Meine Begeisterung hält sich allerdings in Grenzen, hier habe ich sicherlich schon zu viele andere Plätze gesehen, die mich mehr beeindruckt haben. Wir lassen die Nobelgeschäfte rechts und links liegen, und machen uns durch die enge Via Le Botteghe auf den Weg zu unserem Spaziergang auf Capri. Auf unserem Weg zur Villa Jovis, der römischen Villa von Kaiser Tiberius, kommen wir vorbei an üppigen Gärten, alten Villen, farbenfroh blühenden Sträuchern, wie den lila und feuerroten Bougainvilleen, und schönen, weißgetünchten Häusern.

?

Kurz vor dem Erreichen unseres Ziels werden wir am Eingang des Parco Astarito von einem freundlichen älteren Herren angesprochen. Er fordert uns dazu auf, unbedingt einen kurzen Augenblick diesen Steiluferpark kostenlos zu besichtigen, und von der dritten Terrasse einen Blick auf die Küste zu werfen. Wir sind ihm so dankbar dafür, denn ohne ihn wären wir an dieser Stelle einfach vorbeigelaufen. Unser kurzer Abstecher dauert dann auch gleich eine ganze Stunde, denn der Ausblick von der dritten Terrasse ist einfach nur grandios. Und wer glaubt, Capri ist total überlaufen, wird hier eines Besseren belehrt. Wie schon auf unserem Spaziergang hierhin, sind wir fast ganz alleine.

capri-8

 

Der Blick auf die 300m tief unter uns liegende, bizarr zerklüftete Küste mit der Grotta Meravigliosa ist atemberaubend. Weiter geht es zur Villa Jovis, der kolossalen, gut erhaltenen Ruine auf der äußersten Spitze der Felshöhe Lo Capo. Diese größte archäologische Ausgrabungsstätte der Insel bekommt von mir das Prädikat – unbedingt sehenswert.

Wir setzten unseren Spaziergang fort und wandern über die Via Matermania durch den villenbestandenen Ortsteil La Croce, vorbei am Felsbogen Arco Naturale und der Grotta Matermania, bis hin zu den weltberühmten Faraglioni-Klippen. Immer wieder haben wir auf diesem Weg herrliche Ausblicke auf die unglaublich schöne Küste, die millionenschweren Yachten mit ihren Hubschrauberlandeplätzen und das tiefblaue Meer. Wir treffen auf freundliche Bewohner, die uns bei der Suche nach dem Weg gerne behilflich sind, uns geduldig ein frisches Panini zubereiten, und so gar nicht sind, wie wir uns das befürchtet haben.

?

Auf unserem einsamen Spaziergang bekommen wir beim Anblick von Marina Piccola eine Vorstellung davon, warum Capri überlaufen sein soll. Unzählige Boote aller Art und 100-Meter-Luxusyachten ankern vor diesem kleinen Hafen. Von Idylle auf dem Wasser kann hier wirklich keine Rede sein. Auf dem Weg zurück zur Funicolare schlendern wird durch die Via Camerelle, der bekanntesten Einkaufsstraße der Insel, wo sich die Luxusboutiquen von Versace, Armani und Gucci aneinanderreihen. Hier trägt Man(n) weiß, Frau auch. So haben wir uns Capri auch vorgestellt…

Schade, dass wir nur einen Tag als Tagestouristen hier verbracht haben, aber Capri hat uns wirklich Lust auf mehr gemacht. Wir haben nur einen kleine Teil dieser wunderschönen Insel gesehen, und haben somit einen guten Grund noch mal zurückzukommen. Dann aber unbedingt für länger.

One Response to "Capri – ein Spaziergang über Italiens schönste Insel"

  • Hallo Claudia, wir teilen Deine Begeisterung. Vor zwei Jahren waren wir an der Amalfiküste und haben uns verliebt.Gewohnt haben wir in Amalfi – in einem Hotel oberhalb der Bucht. Dreimal sind wir in Positano (das ich aus einem Film kannte und unbedingt sehen wollte ) gewesen und auch als Tagestourist auf Capri. Sehr gut gefallen hat uns auch Ravello mit der „terrace of infinity“.
    Es ist eine wunderschöne Gegend und wir sind sicher nicht das letzte mal dort gewesen.
    Liebe Grüsse- Ciao

  • Schreibe einen Kommentar